Katholische Lehren verglichen mit Lehren der Kirche Jesu Christi

Es ist unmöglich, alle Lehren, Praktiken und Grundsätze der katholischen Kirche und der Kirche Jesu Christi auf begrenztem Raum vollständig zu beschreiben.

Ein ehemaliger Katholik, der nun Mitglied der Kirche Jesu Christi ist, hat gemeinsam mit seiner Frau (sie hat katholische Theologie studiert und lebte vier Jahre lang als Postulatin und Novizin in einem franziskanischen Kloster) ein Buch über 40 Glaubenslehren der beiden Gemeinschaften geschrieben

Darüber kann man sich austauschen, um den anderen besser zu verstehen und eigene Glaubensinhalte zu überdenken.

Hier ist jeweils die Einleitung zu jedem der 40. Kapitel zu finden.

Prüft aber alles, und das Gute behaltet.
1.Thessalonicher 5:21

Haben Sie sich schon einmal gefragt, woher Sie kommen? Ich meine nicht den Mutterschoß, Ihren Geburtsort oder Ihr Heimatland. Ich meine Ihren ursprünglichen Seinszustand. Haben Sie in geistiger Form vor diesem Leben bei Gott gelebt oder hat Ihr Leben bei der Zeugung oder Geburt begonnen?

Könnte es sein, dass Sie und ich geistig geboren wurden, ehe wir körperlich geboren wurden? Haben Sie schon einmal jemanden zum ersten Mal gesehen und das Gefühl gehabt, diesen Menschen schon ewig zu kennen? Haben Sie schon einmal etwas zum ersten Mal gehört und das Gefühl des Vertrautseins gehabt? Haben Sie bei diesen Fragen das Gefühl, schon einmal gelebt zu haben? Wenn ja, wo haben Sie schon einmal gelebt? Hier auf dieser Erde oder woanders?

Im folgenden Kapitel werden wir diese Fragen erörtern und einige Antworten präsentieren, die Ihnen vielleicht einiges erklären. Wir werden die Lehre und den theologischen Hintergrund des vorirdischen Lebens darlegen, das wir als spirituelle Existenz vor unserem Erdenleben bezeichnen möchten.

Es ist schon sehr viel über das Leben nach dem Tod geschrieben worden. Wir möchten jedoch in eine andere Richtung gehen und einige Worte über ein Leben vor diesem Leben sagen.

Die Schöpfung der Welt und die Vertreibung von Adam und Eva aus dem Garten Eden sind bekannte Bibelgeschichten. Obwohl diese Geschichten äußerst bekannt sind und oft wiederholt werden, trifft dies auf die ihnen zugrunde liegende Theologie nicht zu. Dies bezieht sich besonders auf die Rolle, die Christus in der Geschichte spielt und in dem allumfassenden Plan des Himmlischen Vaters.

In diesem Kapitel geht es um die Schöpfung der Erde und des Menschen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf die Rolle Jesu Christi bei diesem Geschehen gelegt werden soll. Wir werden den Fall Adams und Evas genauer betrachten sowie dessen Auswirkungen, die häufig unbedacht bleiben. Wir werden auch darauf eingehen, warum die Erbsünde, so wie sie üblicherweise verstanden wird, nicht dazu imstande ist, die weitreichenden Folgen des Sündenfalles zu erklären.

Wir laden Sie dazu ein, sich darüber Gedanken zu machen, inwiefern der Sündenfall ein wichtiger Schritt im ewigen Fortschritt aller Menschen ist, aber auch der Anfangspunkt unserer Reise zurück in unsere himmlische Heimat.

Ich erinnere mich, dass mir als Katholik die Schöpfung mit Schwerpunkt auf den Ereignissen der einzelnen Schöpfungstage und Einzelheiten über den Garten Eden erzählt wurde. Obwohl ich nie an der Wahrheit der Geschichte als äußerst wichtigem theologischem Ereignis Zweifel hegte, hat man mir nie erklärt, noch wäre ich auf die Idee gekommen, dass die Geschichte mit Ausnahme der Täuschung durch den Satan irgendeine weitere Bedeutung haben könnte. Es war einfach eine Erzählung.

Nachdem ich die HLT-Lehre über die Schöpfung und den Fall hörte, wurde mir bewusst, dass dies nicht nur eine Erzählung oder eine inspirierende Bibelgeschichte, sondern eine äußerst wichtige Lehre war, die all dem, was vorher bzw. nachher geschah, einen entscheidenden Sinn gab.

Dem folgte ein größeres Verständnis über den Ursprung des Menschen und seinen Zweck – und meinen Zweck als Kind Gottes.

In katholischer Lehre wird der Sündenfall durch Adam und Eva als Erbsünde bezeichnet. Uns wurde als Kindern erzählt, dass Adam und Eva vom Teufel dazu in Versuchung geführt wurden, einen Apfel zu essen, was sie nicht hätten tun dürfen, worauf der Garten Eden zerstört wurde.

So wie die Schöpfungsgeschichte fassten wir auch dies nur als eine Erzählung auf. Als Katholik akzeptierte ich sie einfach, ohne mich über mehr als das zu informieren, was in der Bibel steht.

Durch die HLT-Lehre erkannten Marilyn und ich, dass der Sündenfall nicht einfach nur eine Geschichte ist, sondern ein vielschichtiges Ereignis von größter Bedeutung für die gesamte Menschheit und weit mehr als nur »Erbsünde«.

Kommunikation mit Gott ist ein wichtiger Teil unserer Reise durch dieses Leben und in das nächste Leben. Wie auch bei jeder anderen Kommunikationsform gibt es einen Sender und einen Empfänger. Wir als Kinder Gottes finden uns in beiden Rollen wieder: Wir schicken unsere Bitten an den Himmlischen Vater durch das Gebet und wir empfangen Antworten durch persönliche Offenbarung, die heiligen Schriften und Gebet. Das nachfolgende Kapitel untersucht diese drei Kommunikationsarten mit Gott, um darzulegen, wie beide Kirchen diese Kommunikationsformen einsetzen und ihre Mitglieder dazu anregen, sich dieser unschätzbaren Kommunikationsformen mit Gott zu bedienen.

Das Wort »Offenbarung« bedeutet »etwas klar zu machen, besonders etwas Wichtiges, das vorher noch nicht bekannt war«.

Offenbarung kann man über persönliche Belange erhalten; ein Vater kann Offenbarung für seine Familie erhalten; ein Kirchenführer kann Offenbarung für seine Gemeinde erhalten; oder ein von Gott berufener Mensch kann Offenbarung für die gesamte Welt erhalten.

Gott spricht durch heilige Schriften zu uns. Das ist etwas, was Marilyn und ich schon lange glaubten, ehe wir der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage beigetreten sind. Er spricht durch sein heiliges Wort zu uns, gibt uns Führung und beantwortet Fragen, die sich im täglichen Leben ergeben.

Dazu ist es auch notwendig, dass wir die heiligen Schriften auslegen. Traurigerweise ist es jedoch so, dass Auslegungen dazu führen, dass spirituell gesinnte Menschen miteinander streiten; oft bis hin zu Gewalttätigkeiten, wie die vergangenen Jahrhunderte gezeigt haben. Auslegungsunterschiede waren für Marilyn und mich ein ziemliches Problem, als wir uns mit der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage zu befassen begannen. Oft griffen wir auf Marilyns theologisches Fachwissen und ihre Bibelkenntnis zurück, um die heiligen Schriften besser zu verstehen.

Ehe ich die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage zu untersuchen begann, verstand ich unter Gebet das Folgende: Das Vaterunser, das »Gegrüßet seist du, Maria« und was auch immer ich noch von Gott persönlich erbitten wollte. Marilyn hingegen hatte als ehemalige Klosterschwester und einem spirituell gesinnten Leben viel mehr Erfahrung mit dem Gebet. Meditation und alles andere, was dem Beten förderlich war.

Unsere katholischen Gebetspraktiken bereiteten uns auf die etwas umfassendere Gebetspraxis der Heiligen der Letzten Tage vor. Die HLT-Lehre über das Beten regte uns dazu an, unsere Gebete feinsinniger zu formulieren und ihnen noch mehr Bedeutung zu verleihen. Wir brachten auch unseren Kindern das Beten bei, und wir beten mit größerer Einfachheit und mehr Unmittelbarkeit.

Nach unserer Hochzeit beteten Marilyn und ich jeden Tag gemeinsam. Wir verwendeten dazu die Bibel, Musik, Meditation und alles andere, was dem Beten förderlich war. Unsere katholischen Gebetspraktiken bereiteten uns auf die etwas umfassendere Gebetspraxis der Heiligen der Letzten Tage vor. Die HLT-Lehre über das Beten regte uns dazu an, unsere Gebete feinsinniger zu formulieren und ihnen noch mehr Bedeutung zu verleihen. Wir brachten auch unseren Kindern das Beten bei, und wir beten mit größerer Einfachheit und mehr Unmittelbarkeit.

Obwohl Jesus Christus die wichtigste Figur in unserem Leben als Christen ist, ist es notwendig, die Rolle des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes zu verstehen, um unser höchstes Potenzial durch das Evangelium zu erreichen.

Dieses Kapitel erläutert die katholische sowie die HLT-Lehre über das Wesen des Vater, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Sodann befassen wir uns mit der katholischen Lehre von der Dreifaltigkeit.

Gott ist die zentrale Figur im spirituellen Erleben aller Menschen, die an einen Gott glauben. Er wird in verschiedenen Kirchen unterschiedlich bezeichnet, doch die meisten Christen bezeichnen ihn als Gott Vater. Für viele ist Gott ein unfassliches Wesen ohne Form und Substanz. Er ist unstofflich — reine spirituelle Essenz, der Himmel und Erde erschaffen hat und alles, was darin ist, und er war und wird immer der einzige Beherrscher all dessen sein, was ist. Er ist die Triebkraft im Universum, das Alpha und Omega, und er ist allein.

Andere Menschen wiederum halten Gott für ein persönliches und ansprechbares Wesen, aber er ist dennoch allmächtig. Dieses Wesen hat uns unser Leben geschenkt, hat uns erlaubt, auf die Erde zu kommen und er wird uns, wenn unser irdisches Leben sein unvermeidliches Ende gefunden hat, in unserer himmlischen Heimat, die unsere ewige Heimat ist, willkommen heißen.

Obwohl wir Gott Vater nicht vollkommen verstehen lernen können, müssen wir uns dennoch bemühen, ihn zu verstehen. Die Glaubenslehre, die wir dabei vertreten, hilft uns oder hindert uns daran, Gott zu erkennen. Daher hat dies unsere höchste Aufmerksamkeit verdient.

Wie viele andere Christen (und daher auch Katholiken) wuchsen wir auf, ohne die Existenz Christi jemals anzuzweifeln, obwohl sich unsere Erkenntnis von dem, was er war und was er getan hat, erst langsam entwickelte. In den katholischen Kirchen, die wir besuchten sowie zu Hause in unseren Herkunftsfamilien gab es verschiedene Kruzifixe, die uns in erster Linie den leidenden Christus vor Augen führten. Dies wurde auch in der Eucharistie und durch die verschiedenen katholischen Feiertage betont.

Obwohl wir mit Jesus Christus vertraut waren, brachte unser Vergleich zwischen der katholischen und HLT-Lehre in Bezug auf Jesus Christus verschiedene Unterschiede zutage, die uns im Laufe der Zeit immer wichtiger wurden und unser religiöses Verständnis des Erretters und seiner Rolle in unserem Leben erweiterten. Unsere Wurzeln wurden tiefer und erblühten in unserem Leben als Heilige der Letzten Tage.

Der Heilige Geist war eines der drei Wesen, in dessen Namen ich mich als Kind in der katholischen Kirche nach jedem Gebet zu bekreuzigen pflegte. Ich kann mich nicht daran erinnern, als Kind viel über den Heiligen Geist gelernt zu haben und daher wusste ich als Jugendlicher auch nicht sehr viel über ihn.

Als ich im Alter von dreizehn Jahren konfirmiert wurde, sagte der besuchende Kardinal, seine Eminenz Dominic Kardinal Ignatius Ekandem, dass ich nun in der katholischen Kirche als erwachsen gelte und den Heiligen Geist empfangen habe, um mich in meinem künftigen Leben zu leiten. Obwohl die Konfirmation durch einen Kardinal eines der großartigsten Erlebnisse meiner katholischen Jugendjahre war, verringerte mein Mangel an Verständnis über die Lehre vom Heiligen Geist meine Wertschätzung für die Konfirmation.

Erst als ich mich mit der Lehre der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tag über den Heiligen Geist befasste, begann ich die Rolle und die Bedeutung des Heiligen Geistes zu verstehen. Das nachfolgende Kapitel erläutert die Glaubenslehren der beiden Kirchen über den Heiligen Geist und enthält eine Einladung an den Leser, sich mit diesem wichtigen christlichen Dogma auseinanderzusetzen.

Die katholische Lehre von der Dreifaltigkeit ist auf vielerlei Weise eine der kompliziertesten Glaubenslehren und eines der schwierigsten Stücke christlicher Theologie, was ihr Verstehen anbelangt. Wie so viele andere Aspekte katholischer Theologie gilt sie gemeinhin als Mysterium und erfordert den Glauben und die Geduld des Menschen, wenn er sie annehmen möchte. In der Lehre von der Dreifaltigkeit sind Vater, Sohn und Heiliger Geist auf eine Weise miteinander verbunden, durch die sie eine einzige Gottheit bilden. Nachdem wir die HLT-Lehre von der Gottheit verstanden hatten, begannen wir, die Einheit von Vater, Sohn und Heiligem Geist völlig anders zu verstehen, wobei wir die Einheit der drei Personen auf eine persönlichere Art zu sehen begannen. Und wir lernten, dass dies kein Mysterium ist.

»Engel« ist ein Begriff, der üblicherweise für wohltätige Geistwesen verwendet wird. Nun ist es aber auch so, dass der Satan, der Prinz der Finsternis, der Vater aller Lügen, wie ein Engel ist, allerdings ein gefallener Engel. Es ist bekannt, dass er »ein Drittel aller Sterne vom Himmel hinab gefegt hat« (Offenbarung 12:4). Auch wenn dies manchem unangenehm sein könnte, so gehört zu einer vollständigen Erörterung des Themas »Engel« auch der Satan und seine Anhänger.

Ich halte mich allerdings an die gängige Konvention und bezeichne nur Geistwesen als Engel, die Gott und den Menschen auf zahllose Art und Weise dienen und die zu unserer Errettung beitragen.

Engel werden schon seit zahllosen Jahrhunderten bildlich dargestellt. Sie werden im Alten und im Neuen Testament und in vielen anderen weltlichen und religiösen Texten erwähnt. Engel haben schon vielen Menschen auf Erden wichtige Botschaften oder tröstliche Botschaften überbracht. Dennoch wird ihrer Existenz häufig bestritten oder ihre Bedeutung geschmälert.

Gibt es auch heute noch Engel? Wer sind sie? Können wir mit ihnen kommunizieren? Worin besteht ihre Aufgabe? Gibt es den Satan wirklich? Wer sind seine Anhänger? Im nachfolgenden Kapitel werden diese Fragen alle erörtert.

Außer den vielen wunderschönen Kunstwerken in katholischen Kirchen, in denen Engel dargestellt sind, hatten Marilyn und ich nicht besonders viel über Engel nachgedacht, ehe wir die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage genauer untersuchten. Wie auch zahllose andere Katholiken stellten wir uns Engel als himmlische Wesen (mit Flügel) vor, die himmlische Macht besaßen, um den Kindern Gottes zu helfen.

Manchmal redeten wir über Schutzengel, weil es diese himmlischen Wesen laut Marilyns Erfahrung tatsächlich zu geben schien. Dennoch waren Engel absolut nicht Teil unserer täglichen Lebenserfahrung.

Durch unsere Auseinandersetzung mit den Glaubenslehren der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage lernten wir, dass Engeln eine größere Bedeutung zukommt, als wir dies gedacht hätten.

Marilyn und ich haben das Thema »Satan« ab und zu ganz unter uns besprochen; weniger oft und vorsichtiger in Gegenwart anderer Katholiken. Bei den Anlässen, bei denen wir mit anderen über den Satan sprachen, erlebten wir eine Vielzahl unterschiedlicher Reaktionen. Manche Katholiken glauben an den Satan und an seine bösen Werke in der Welt. Andere hingegen, unter anderem einer unserer Freunde, der Diakon in der katholischen Kirche ist, hielt den Satan für eine böse Macht, die in der Welt herrscht – für eine Abstraktion, also, und kein wirkliches Wesen. Eine Forschungsstudie der Barna Research Group im Jahr 2001 bestätigte diese Einstellung: Nur 17 Prozent der befragten Katholiken glauben an den Satan.

Der folgende Abschnitt befasst sich mit Satan und seinen Anhängern sowie den Eigenschaften des Bösen und wie das Böse verbreitet wird.

Die meisten Christen betrachten die Kreuzigung und die Auferstehung Jesu Christi als die beiden wichtigsten Ereignisse der Weltgeschichte. Diese Ereignisse bilden den Mittelpunkt eines christlichen Lebens. Ohne diese beiden Ereignisse wäre die Menschheit verloren und könnte nicht das ewige Leben empfangen

Trotz der Bedeutung dieser beiden Ereignisse werden sie von den meisten Christen nur ziemlich oberflächlich verstanden.

Wer jedoch nach tieferem Wissen über diese unendlichen Liebeswerke trachtet, der wird einen tiefen inneren Frieden und ein machtvolles geistiges Erwachen erleben.

Beide Kirchen stützen sich auf dieselbe Lehre vom Sühnopfer: Christus, das vollkommene Opfer, ist für die Sünden der Welt gestorben, damit die ganze Menschheit errettet werden kann. Marilyn und ich haben uns über diese Gemeinsamkeiten gefreut. Wir waren durch die katholische Kirche gut darauf vorbereitet, diese HLT-Lehren anzunehmen, die mehr – jedoch leichter verständliche – Einzelheiten aufwies. Wir erlebten sie auch als spirituell befriedigender als die der katholischen Lehre.

Die Auferstehung Jesu Christi wird in der gesamten christlichen Welt gefeiert. Jeder praktizierende Katholik weiß, wie herrlich der Ostersonntag ist, wenn die Mädchen in fröhliche Frühlingsfarben gekleidet und mit Hüten und Schleifen geschmückt in die Kirche gehen. Die Liturgiefeiern vor dem Ostersonntag und der Ostersonntag selbst sind etwas unvergesslich Frohes.

Der folgende Abschnitt behandelt die Auferstehung Christi vom Standpunkt der katholischen und der HLT-Glaubenslehre. Die Gemeinsamkeiten wie auch die feinen Unterschiede dieses unendlich wichtigen Ereignisses werden besprochen.

Das Priestertum Gottes ist der dienende Arm Gottes für das Werk des Herrn hier auf der Erde. Es ist interessant, dass die katholische Kirche und die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage die einzigen christlichen Kirchen sind, die darauf Anspruch erheben, die göttliche Vollmacht des Priestertums Jesu Christi und eine ungebrochene apostolische Nachfolge zu besitzen.

Während sich die beiden Kirchen verschiedene Glaubenslehren über das Priestertum teilen, gibt es auch einige ganz wesentliche Unterschiede. Diese Gemeinsamkeiten und Unterschiede werden im folgenden Kapitel in vier verschiedenen Unterkapiteln genauer erläutert,

Gott ist ein Gott der Ordnung. Dies wird einem deutlich bewusst, wenn man die heiligen Schriften liest und die Ordnung in der Natur beobachtet. Gott gibt bestimmten Menschen die Vollmacht, in seinem Namen zu handeln. Auf diese Weise organisiert und führt er seine Kirche. Dadurch wird auch die Verwirrung vermieden, die entsteht, wenn viele behaupten, Vollmacht von Gott zu besitzen. Dieser Prozess hat sich langsam und systematisch im Laufe der Jahrtausende entwickelt und wurde im Alten wie auch im Neuen Testament sowie anderen heiligen Schriften festgehalten. Diese Struktur und Systematik dieser Vollmacht ist, was die katholische Kirche von der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage unterscheidet.

Das Priestertum Jesu Christi hat die Vollmacht von Gott, seinen Kindern hier auf Erden ein Segen zu sein. Dazu gehört selbstverständlich auch die Macht, zu heilen und zu segnen, denn sonst kommt dem Priestertum nur eine zeremonielle Rolle zu und es ist nicht die Macht Gottes auf Erden.

Als Katholik war mir der Gedanken unbehaglich, dass jemand mir oder anderen die Hände auflegt, um zu heilen oder zu segnen. Ich kannte zwar einige Katholiken, die an der Charismatik-Bewegung teilnahmen, doch ich war nicht so erzogen worden. Marilyn war solchen Dingen gegenüber viel offener, aber sie war ebenfalls ziemlich orthodox erzogen worden. Händeauflegen war mir zu fanatisch und erinnerte mich an die Fernsehprediger, die im Fernsehen live auf Sendung Heilungen vollzogen.

Ich stand dem negativ gegenüber, weil ich als Durchschnittskatholik ohne das charismatische Priestertum groß geworden war, bei dem durch den Heiligen Geist geheilt und gesegnet wurde. Ich wuchs mit einer konservativeren Haltung dem Priestertum gegenüber auf, das in erster Linie in Zeremonien und Riten zur Anwendung kam. Außer beim Sakrament der Konfirmierung hatte ich noch nie jemandem die Hände auflegen gesehen.

Im folgenden Abschnitt soll auf die heilende und segnende Macht des Priestertums näher eingegangen und die Glaubenslehren der beiden Kirchen in Bezug auf diese dynamische Form des geistlichen Dienstes miteinander verglichen werden.

Vor Jahren schon gab es unter unseren katholischen Freunden erhitzte Debatten über den Zölibat. Während ältere Katholiken für den Zölibat eintraten, vertraten jüngere Katholiken die Meinung, dass der Zölibat viele fähige Männer vom Priesterberuf fernhalte. Sie traten für eine Aufhebung des Zölibats ein. Einer der Hauptgründe dafür, warum Marilyn wieder aus dem Kloster austrat, war der, dass sie sich eine Familie wünschte.

Im folgenden Abschnitt werden die katholische und die HLT-Lehre zum Thema Ehe und Priestertum beschrieben, wozu auch eine geschichtliche Zusammenfassung der Lehre vom Zölibat gehört, um dieses Thema entsprechend objektiv würdigen zu können.

Soll ein Priester oder Geistlicher für seine Arbeit von der Gemeinde bezahlt werden? Diese Frage wird je nach Konfession auf unterschiedlichste Weise beantwortet. Einige Bibelstellen sagen nein, während es andere gibt, die wenigstens eine minimale Entlohnung gestatten. Der folgende Abschnitt widmet sich den Unterschieden zwischen katholischer Kirche und Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage zu diesem Thema.

Als Christen waren auch wir mit der Weihnachtsgeschichte aufgewachsen und wussten, welche Rolle Maria bei der Geburt Christi spielte. Obwohl die Geschichten über Marias Freud und Leid ganz einfache Geschichten sind, wurden sie zur Quelle zahlreicher wichtiger Glaubenslehren, die im Folgenden genauer erläutert werden. Im Katholizismus wird neben Jesus Christus niemand mehr verehrt als Maria.

Im folgenden Kapitel soll nun auf die Lehre eingegangen werden, durch die Maria zu einer zentralen Figur der katholischen Theologie geworden ist und wie diese Glaubenslehren mit denen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage vergleichbar sind.

Damit die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ihrer Aufgabe, das Reich Gottes auf Erden und in Ewigkeit zu errichten nachkommen kann, muss sie eine effektive Organisation aufweisen. Gott ist ein Gott der Ordnung und sein Sohn Jesus Christus hat seine Kirche vor seiner Himmelfahrt hier auf Erden gegründet und organisiert.

Obwohl sowohl die katholische Kirche als auch die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage für sich in Anspruch nehmen, die wahre Kirche Jesu Christi auf Erden zu sein, weisen sie völlig unterschiedliche Strukturen auf, durch die sie das Werk des Herrn voranbringen möchten.

Das folgende Kapitel beschreibt die strukturellen Unterschiede zwischen der katholischen Kirche und der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Die unterschiedlichen Ämter im Priestertum werden erläutert sowie andere organisatorische Einzelheiten der kirchlichen Basisstrukturen.

In meiner Jugendzeit als Katholik habe ich mir eigentlich nicht oft darüber Gedanken gemacht, was das Wort »katholisch« bedeutet noch darüber, warum die Kirche, in die ich ging, diesen Namen trug. Ich wusste, dass es auch andere Kirchen gibt und ich war stolz darauf, katholisch zu sein –und Mitglied der einzig wahren Kirche. Als ich einmal erfuhr, dass »katholisch« »das Ganze betreffend«, »allgemein« bedeutet, begriff ich noch mehr, warum diese Kirche Anspruch darauf erhob, die einzig wahre Kirche zu sein. Da begann ich auch mehr darüber nachzudenken, was eine »allgemeine« Kirche eigentlich verkörpern sollte.

Als ich die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage untersuchte, machte ich mir mehr Gedanken darüber, wie eine Kirche zu ihrem Namen kommt. Ich lernte, dass der Name einer Kirche viel mehr bedeutet, als nur sie von anderen Kirchen äußerlich zu unterscheiden. Es geht nicht darum, als was man sich selbst bezeichnet, sondern wen man verehrt und wem man nachfolgt. Der folgende Abschnitt befasst sich nun mit der Frage »Was ist ein Name?« Dabei machten wir eine erstaunliche Entdeckung.

Kirchen werden oft von Personen geführt, die die ganze Last der spi- rituellen und diesseitigen Verantwortung für ihre Gläubigen tragen müssen. Im Laufe der Geschichte hat es quer durch die Religionen viele hervorragende und wertgeschätzte religiöse Führer gegeben, aber auch solche, deren Taten absolut verwerflich waren. Wie eine religiöse Führungspersönlichkeit lebt, wahrgenommen und von seinen Anhängern verehrt wird, macht einen substanziellen Unterschied dabei aus, wie effektiv er ist und wie sich dies auf das Leben seiner Gläubigen niederschlägt.

Das Oberhaupt der katholischen Kirche ist der Papst. Das Oberhaupt der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage wird als Prophet bezeichnet. Im folgenden Kapitel werden die Unterschiede zwischen den beiden Kirchenoberhäuptern beschrieben und wie ihr Amt aussieht.

Die katholische Kirche hat eine althergebrachte Glaubenslehre, bei der es um sieben Sakramente, also heilige Handlungen geht. Die sieben Sakramente betreffen so gut wie jeden Aspekt im Leben eines Katholiken und stellen alles Nötige dar, um spirituelle Erfüllung zu finden. »Die sieben Sakramente betreffen alle Phasen und wichtigen Momente im christlichen Leben: Sie stellen eine Geburt dar und vermehren den Glauben, sie heilen und vermitteln dem christlichen Glaubensleben eine Mission. Es besteht also eine gewissen Ähnlichkeit zwischen den Stadien des natürlichen Lebens und den Stadien des spirituellen Lebens.« (Katechismus 1210)

Obwohl es in der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ähnliche Sakramente gibt, werden sie anders bezeichnet und haben einen anderen Stellenwert.

Im folgenden Kapitel wird die Glaubenslehre der sieben Sakramente in der katholischen Kirche näher beschrieben. Dabei geht es um die Taufe, Buße. Eucharistie, Firmung, Ehe, Priesterweihe und Ölung (Krankensalbung) und deren Entsprechung in der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.

Die Taufe ist die traditionelle Zeremonie in vielen christlichen Gemeinschaften, wobei sie je nach Gemeinschaft eine andere Bedeutung und Symbolik hat. Manche Gemeinschaften taufen in Flüssen und andere taufen über winzigen Taufbecken im Kirchengebäude. Manche Kirchen taufen Kleinkinder und andere taufen ausschließlich Erwachsene. Die katholische Glaubenslehre der Taufe unterscheidet sich ganz deutlich von der der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, was eine Reihe von Fragen über die Ursprünge und Bedeutung der Taufe auslöst.

Der wichtigste Teil der Mission Jesu Christi hier auf Erden hat darin bestanden, sich als Opfer darzubringen, um die Versöhnung mit Gott zu ermöglichen. Die modernen Christen sprechen hauptsächlich über das Sühnopfer Christi. Doch wenn man sich genauer ansieht, wie Umkehr möglich ist, erkennt man einige wesentliche Unterschiede zwischen den beiden Kirchen, sowohl was die Form als auch den Inhalt betrifft.

Es gibt in der gesamten katholischen Glaubenslehre wohl nichts Wichtigeres als die Eucharistie und in der Glaubenslehre der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage: das Abendmahl. Beide sind Teil des sonntäglichen Gottesdienstes und haben auf das Opfer Jesu Christi Bezug. Die Dogmen der beiden Kirchen unterscheiden sich jedoch sehr, wobei es hauptsächlich um die Auslegung des Begriffes »Gedächtnis« geht.

Einige der inspirierendsten Ereignisse des Neuen Testaments hängen mit der Gabe des Heiligen Geistes zusammen. jedes einzelne dieser schriftlich festgehaltenen Ereignisse bringt große Macht zum Ausdruck und zieht erstaunliche Wunder nach sich. Die Gabe des Heiligen Geistes wird in der katholischen Kirche als auch in de Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage auf ähnliche Weise übertragen. Was dabei tatsächlich übertragen bzw. empfangen wird, ist nicht dasselbe.

Die Institution der Ehe genießt sowohl in der katholischen Kirche als auch in der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage einen hohen Stellenwert. Die Frage dabei ist jedoch, ob die Ehe nur bis zum Tod oder auch über das Grab hinaus aufrecht bleibt. Bleibt die Ehe auch in einem späteren Leben in Kraft? Der folgende Abschnitt geht dieser Frage nach, aber auch der Frage nach der Vielehe.

In der katholischen Kirche ist mit der Ordination die Weihe zum dreifachen apostolischen Amt von Diakon, Presbyter (Priester) und Bischof gemeint; dies wird auch mit den Begriffen »Diakonatsweihe«, »Priesterweihe« und »Bischofsweihe« bezeichnet. Dies ist ein Sakrament. Das Weihesakrament entfaltet sich gemäß dem Kanon in drei Stufen dieses Sakraments: Weihe zum Diakon, bezeichnet als Diakonat; Weihe zum Priester, bezeichnet als Presbyterat; Weihe zum Bischof, bezeichnet als Episkopat –die dritte und höchste Weihestufe, in der sich die Fülle des Weihesakraments vereint.

Die Krankensalbung (im Deutschen wurde die Krankensalbung volkstümlich auch »Letzte Ölung« genannt, wie sie früher auch offiziell hieß. Anm. d. Übers.) ist ein Mittel der Stärkung und Ermutigung. Die Krankensalbung soll nach der Beichte empfangen werden. Im Anschluss an die Krankensalbung ist je nach Gesundheitszustand der Empfang der Heiligen Kommunion möglich. Die Salbung gibt in schwerer Krankheit Anteil am Heiligen Geist und dem Kreuz Christi. Das Sakrament wird durch den zuständigen Pfarrer gespendet. Kann die Erlaubnis des Ortsbischofs angenommen werden, dürfen es auch andere Priester spenden. Im Notfall darf und soll dieses Sakrament jedoch jeder Priester spenden.

Die Frage nach einem Leben nach dem Tod beschäftigt Theologen, Philosophen, Erforscher des Paranormalen und auch die meisten Durchschnittsbürger schon seit vielen Jahrhunderten. Jeder möchte wissen, was geschieht, sobald unser Herz zu schlagen aufhört. Gibt es ein Leben nach dem Tod? Wenn ja – wie sieht es aus? Was ist der Himmel und wie kommt man dorthin? Gibt es wirklich eine Hölle? Wenn ja – was muss man anstellen, damit man dort landet?

Bezieht man noch die nicht-christlichen Religionen in seine Überlegungen mit ein, dann wird die Theologie über das Leben nach dem Tod wirklich breit gefächert. Da gibt es die Reinkarnation und unendlich viele andere Möglichkeiten.

Ich möchte mich im Folgenden auf die christlichen Glaubenslehren beschränken, insbesondere auf die der katholischen Kirche und die der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Vielleicht ist auch für Sie etwas Interessantes dabei.

Das Partikulargericht ist Aussage der biblischen Schriften, und damit Teil der christlichen Theologie. Es ist die Abwägung der guten und bösen Taten eines Menschen unmittelbar nach dessen Tod und noch vor dem Jüngsten Gericht. Einer der größten Irrtümer im Christentum ist der, dass man nach dem Tod sofort und endgültig entweder in den Himmel oder in die Hölle kommt. Dies entspricht weder der Lehre der katholischen Kirche noch jener der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Einige wenige Menschen kommen unmittelbar nach dem Tod direkt in den Himmel (bzw. in das celestiale Reich, wie es in der HLT-Theologie genannt wird), doch der Großteil der Menschen unterliegt einem sogenannten Partikulargericht, mit dem das Leben nach dem Tod beginnt.

Wohin kommt man also nach dem Partikulargericht? Man befindet sich auf jeden Fall in einem Zustand zwischen Tod und Auferstehung. Laut katholischer Lehre ist dies entweder Himmel, Fegefeuer oder Hölle.

Bei den Heiligen der Letzten Tage ist dies die Geisterwelt, in der es drei Abteilungen gibt: Paradies, Gefängnis der Geister oder eine zeitlich befristete Hölle.

Für Christen ist das Zweite Kommen Jesu Christi wohl das am meisten herbei ersehnte Ereignis; es ist aber auch die Quelle vieler Fragen und weniger Antworten. Der folgende Abschnitt befasst sich mit dem, was über das Zweite Kommen bekannt ist, aber auch, worüber spekuliert wird. Die Lehren der katholischen Kirche und der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage unterscheiden sich hinsichtlich dieses Themas auf markante Weise.

Vor, während und nach dem Leben Jesu Christi auf der Erde gab es zwischen Pharisäern und Sadduzäern heftige Debatten über die Auferstehung. Die Pharisäer vertraten den Glauben an die Auferstehung, während die Sadduzäer diese bestritten. Die Auferstehung ist ein schwieriges theologisches Thema, weil es von Christen den Glauben an ein Leben nach dem Tod erfordert, was intellektuell gesehen nicht ganz einfach ist.

Der folgende Abschnitt befasst sich mit der Lehre von der Auferstehung, so wie sie von den beiden Kirchen vertreten wird. Dabei treten wichtige Unterschiede zutage, die für ein Verstehen des Plans der Errettung sowohl auf einer Mikro- als auch einer Makroebene von großer Bedeutung sind.

erfordert, was intellektuell gesehen nicht ganz einfach ist.

Der folgende Abschnitt befasst sich mit der Lehre von der Auferstehung, so wie sie von den beiden Kirchen vertreten wird. Dabei treten wichtige Unterschiede zutage, die für ein Verstehen des Plans der Errettung sowohl auf einer Mikro- als auch einer Makroebene von großer Bedeutung sind.

Das Wort »Hölle« ruft viele verschiedene Gedanken und Vorstellungen hervor, sowohl abstrakte als auch konkrete. In seiner »Göttlichen Komödie« beschreibt Dante die Hölle als einen komplexen und quälenden Ort. Oft wird die Hölle auch mit Feuer, Folter, Dämonen und Tod und einem Ort endloser Strafe gleichgesetzt.

Die Hölle wird auch oft falsch verstanden. Daher gibt es seitens der verschiedenen Kirchen so viele unterschiedliche Definitionen und Beschreibungen. Der folgende Abschnitt befasst sich mit der Hölle, einem höchst unwünschenswerten Zustand im nächsten Leben, und vergleicht die unterschiedlichen Glaubenslehren der beiden Kirchen.

Unser letzter Zwischenstopp in diesem Kapitel und unser letzter Stopp im Leben ist, so wollen wir hoffen, der Himmel. Während die Hölle ein Ort voll Feuer und Qual ist, so wird der Himmel als ruhig, friedlich und voller Harfe spielender Englein dargestellt, die langsam und selig an einem vorbeigleiten. Aber auch hier gibt es, wie im vorangegangenen Abschnitt, einige Überraschungen.

Die Familie steht im Mittelpunkt des göttlichen Plans für seine Kinder hier auf der Erde. Innerhalb einer Familie werden Kinder erzogen, sie lernen die Grundsätze des Evangeliums, Beziehungen werden geformt und Generationen miteinander verbunden. Eine der Schlüssellehren der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ist die, dass die Familie dank der Grundsätze und heiligen Handlungen des Evangeliums, die im Tempel durch das heilige Priestertum vollzogen werden, ewig miteinander verbunden sein kann.

Auch wenn die katholische Kirche nicht den ewigen Bestand der Familie lehrt, so gibt es in ihrer Lehre dennoch wichtige Parallelen, die den Lesern verstehen helfen, warum Marilyn und ich den wunderbaren Grundsatz der ewigen Familie angenommen haben.

Jeder Mensch wird in eine Familie hineingeboren, die ganz unterschiedlich aussehen kann. Es gibt alleinerziehende Elternteile und komplexe traditionelle Familienverbände. Auch wenn es Familien in allen Arten und Größen gibt, so gibt es dennoch einen gemeinsamen Nenner: Jedes Kind hat einen Vater und eine Mutter.

Der folgende Abschnitt befasst sich mit der Familie als Modell. Wir möchten gerne die Rolle von Vater, Mutter und Kindern untersuchen, wobei als Ideallösung gilt, dass alle drei zusammen eine Gemeinschaft ausmachen, wobei dieses Modell den jeweiligen Umständen angepasst werden muss.

Tempel gibt es in vielen verschiedenen Kulturen und Religionen. Sie dienen üblicherweise der Verehrung und Anbetung einer Gottheit. Tempel gibt es seit den frühesten Tagen der Menschheitsgeschichte – vor, während und nach der christlichen Zeitrechnung und sie gelten denen, die sie verwenden, als Heiligtum.

Tempel stehen aus mehreren Gründen im Mittelpunkt der Glaubenslehre der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, besonders jedoch wegen des ewigen Bestandes der Familie. Der folgende Abschnitt befasst sich mit den Glaubenslehren der beiden Kirchen zu diesem Thema und warum der Tempel zum Schlüsselpunkt unserer Bekehrung wurde.

Der Abschnitt über die irdische Familie hat sich mit unserer Familie hier auf der Erde befasst. Doch was geschieht nach dem Zweiten Kommen Jesu Christi und dem Jüngsten Gericht? Werden wir noch immer Teil einer Familie sein?

Wie im vorhergegangenen Abschnitt erwähnt, ist eine der wesentlichen Lehren der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage die Lehre vom ewigen Bestand der Familie. Obwohl die katholische Kirche dies nicht explizit zum Ausdruck bringt, lehrt sie dies überraschenderweise ebenfalls. Der folgende Abschnitt vergleicht die Glaubenslehren der beiden Kirchen zu diesem so wichtigen Thema sowie unsere eigenen Überlegungen und Gedanken.

Gibt es vor der Auferstehung und dem Jüngsten Gericht die Möglichkeit, erlöst zu werden oder seine ewigen »Chancen« zu verbessern? In einem der vorangegangenen Kapitel haben wir das katholische Fegefeuer und die HLT-Geisterwelt angesprochen. Doch was kann für diese Menschen tatsächlich getan werden und wer kann etwas für sie tun?

In diesem Kapitel geht es um die irdische und ewige Familie. In diesem Zusammenhang ist die Frage nach der Erlösung der Toten von großer Bedeutung. Jeder Mensch hat eine Vielzahl an Vorfahren, die vor hunderten und tausenden Jahren gestorben sind und in einem postmortalen Zustand auf die Auferstehung und das Jüngste Gericht warten; zum Beispiel mein Bruder Robert, der sich vor einigen Jahren auf tragische Weise das Leben genommen hat.

Der folgende Abschnitt befasst sich mit den Lehren der beiden Kirchen zum Thema Erlösung der Toten. Ist das Leben nach dem Tod gerecht? Und was können die Lebenden tun, um den Verstorbenen zu helfen?

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