Warst du da (3. Schwerpunkte)

Was kannst du nun schon zu Hause üben, um auf die erste gemeinsame Probe gut vorbereitet zu sein.

Du kannst deine Stimme alleine zu Hause üben, indem du die entsprechende Übungsdatei abspielen lässt und mit deiner Stimme dazu singst. Die Übungsdateien stehen ab sofort in GoogleDrive zur Verfügung.

Höre dir zu Hause die Datei für deine Stimme an und singe gleichzeitig mit.

Versuche aber auch einmal, deine Stimme zu singen, während die „ALLE STIMMEN„-Übungsdatei abgespielt wird.

Die Königsdisziplin ist natürlich, wenn du die Datei „Z- NUR BEGLEITUNG“ hörst und deine Stimme trotzdem sicher singen kannst.

Das eine ist, seine Stimme richtig singen zu können, das andere, gemeinsam einen homogenen Chorklang hinzubekommen.

Das kann man zu Hause nur eingeschränkt üben, dazu müssen wir uns gemeinsam treffen.

Trotzdem gibt es drei Dinge, die du tun kannst, um auch darauf vorbereitet zu sein:

  1. Richtiges zählen
  2. Lautstärke und Tempo
  3. Legato singen

Nun gehe ich einzeln auf diese Punkte ein:

1. Richtiges zählen

Du glaubst gar nicht, wie wichtig es ist, beim gemeinsamen Singen richtig zu zählen, damit man bei einander bleibt. Das kannst du schon zu Hause üben.

Unser Lied hat einen 2/2-Takt (zwei Halbe, oft auch „alla breve“ genannt). Da besteht die Gefahr, dass man stattdessen 4/4 zählt (vier Viertel). Das ist tatsächlich eine andere Taktart, die klingt steifer und „technischer“.

Wenn du also zu Hause singst, zähle in Gedanken immer die Halben mit (eins-zwei-eins-zwei).

Hier beispielhaft in der vierten Strophe (das ist die fröhliche Strophe, weil es von der Auferstehung handelt):

Am Schluss zählen wir bewusst die Viertel (eins-zwei-drei-vier), damit wir den letzten Ton auch gemeinsam so lange aushalten.

Es gibt einen einfachen Trick, wie man sich das richtige Zählen besser antrainieren kann. Sing einfach nicht den Text, sondern die Silben „Lu-lu-lu“ und zähle in Gedanken dazu. Weiter unten (bei Legato singen) gibt es ein Beispielvideo dazu.

2. Dynamik (Lautstärke) und Tempowechsel bewusst mitüben

Wie bereits erwähnt gibt es bei dem Lied eine „Dynamik-Leiter“. Von der ersten bis zur dritten Strophe wird das Lied immer leiser, die vierte Strophe wird dann laut (f=forte) gesungen. Gleichzeitig wird auch das Tempo geändert. Auch das solltest du beim Üben zu Hause ganz bewusst mitmachen.

Hier nochmal der hörbare Tempo-Unterschied in den vier Strophen:

Durch Lautstärke- und Tempowechsel wird Spannung erzeugt. Man wird dadurch quasi in den Strophen mitgenommen in die Geschichte

  1. Kreuzigung
  2. Dunkelheit
  3. Grablegung
  4. Auferstehung

Dazu tragen Lautstärke, Tempi und Tongeschlecht bei, und daran kannst du beim Üben zu Hause ganz bewusst denken.

3. Legato (gebunden) singen

Was ist Legato? Manchmal hilft es, das über das Gegenteil zu erklären. Das Gegenteil von Legato (ital. gebunden) ist Staccato (ital. getrennt).

Hier ein Video, wie es klingen würde, wenn wir nicht gemeinsam „Legato“, sondern „Staccato“ singen würden:

Das ist staccato (getrennt, abgehackt).

Manchmal möchte man tatsächlich so singen, aber nicht in unserem Lied.

Wir wollen versuchen, legato (gebunden) zu singen. Es gibt auch eine einfache Gesangsübung, wie du das bereits zu Hause üben kannst.

Sing einfach nicht den Text, denn da musst du dich sehr auf den Wortlaut konzentrieren. Sing einfach die Silben, z.B. „Lu-lu-lu“.

Das klingt dann so:

Dieses Singen von Silben hilft dabei, legato zu singen.

Es hilft aber auch dabei, richtig zu zählen, wir schlagen also gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.

Statt der Silben könntest du das Lied auch mal einfach mit langgezogenen „eins-zwei-eins-zwei“ durchsingen.

Es gibt viele Dinge, die man als Chor machen kann, um besser zu klingen. Aber wir können jetzt noch nicht an alles denken.

Wir wollen bei diesem Lied drei der wichtigsten Dinge beachten:

  1. Richtig zählen
  2. Dynamik (Lautstärke) und Tempo
  3. Gebunden singen (legato)

An diese drei elementaren Dinge des Chorgesanges kannst du bereits beim zu Hause üben denken. Danke, dass du das tust.

Am Ende noch ein Theorie-Video über das „Legato“-Singen. Wer noch Lust und Interesse hat, kann sich dieses natürlich auch noch ansehen:

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