Warst du da (3. Strophe)?

Anmerkungen und Musiktheorie zu Strophe 3 des Liedes „Warst du da, als sie kreuzigten den Herrn?“ (Neues Gesangbuch Nr. 1206)

Heute geht es um die 3. Strophe unseres Liedes „Warst du da, als sie kreuzigten den Herrn?“, welches wir am Sonntag, dem 29. März 26 (Palmsonntag) im Gottesdienst singen werden.

Ich erkläre hier spezifische Dinge zur 3. Strophe, aber auch noch Allgemeines zur Lautstärke in der Musik

Diese Strophe handelt von der Grablegung Jesu und wird von Frauen und Männern gemeinsam 4-stimmig gesungen. Das besondere ist, dass wir á capella singen. Das bedeutet, dass keine Begleitung durch ein Instrument dabei ist.

Damit es nicht ganz so schwer wird, habe ich noch eine Klavierstimme dahintergelegt, die zumindest die Melodie leise mitspielt.

Hier nun ein Ausschnitt aus der Übungsdatei für die 3. Strophe:

In dieser 3. Strophe gibt es mehr Lautstärkewechsel als in den anderen Strophen.

Wir „schwellen“ von piano (p) über mezzopiano (mp) zu mezzoforte (mf) zurück zu piano (p):

Takt 51: p (piano)
Takt 56: mp (mezzopiano)
Takt 60: mf (mezzoforte)
Takt 65: mp (mezzopiano)
Takt 66: p (piano)

Das alles gibt der 3. Strophe Ausdruckskraft und macht die „Grablegung“ sehr dramatisch. Wir als Chorsänger sollten diese Lautstärkeänderungen gemeinsam singen. Es kommt nicht gut rüber, wenn alle leise singen, einer das aber vergisst und superlaut singt.

Am Ende der Strophe gibt es eine Generalpause. Man hört nichts mehr. Es ist ganz still. Erst danach glimmt das Leben (die Lautstärke) wieder langsam auf.

Richtig hören kann man das nur in den vollständigen Übungsdateien. Hört euch das mal an, sobald diese zur Verfügung stehen.

In unserem Lied gibt es auch noch ein paar Stellen, wo man langsamer wird (sogenannte riterdandi). Diese habe ich der Übersichtlichkeit halber noch NICHT in die Noten eingetragen. Wir müssen uns nach der Begleitung der Hintergrundmusik richten. Ich werde die Wechsel des Tempos aber dirigieren.

Deshalb nochmals die Bitte: Klebt während der Aufführung mit den Augen nicht so sehr am Notenblatt, sondern habt immer den Dirigenten im Auge.

Am Ende noch zwei Videos: Ein weiteres über die Lautstärken in der Musik, denn das ist für unser Stück sehr wichtig.

Und ganz unten noch ein Video mit Tipps, wie man auf seinen Noten Notizen machen kann.

Und nun noch die Tipps, wie ihr Anmerkungen auf eurem Notenblatt machen könnt. Das ist wichtig, denn bei der Aufführung habt ihr nur das ausgedruckte Notenblatt in der Hand, kein Übungsvideo.

Deshalb sollten auf eurem Notenblatt eure Notizen stehen, die ihr während der Proben oder zu Hause angefertigt habt. Benutzt dafür am besten einen Bleistift und einen Radiergummi, denn oft muss auch noch geändert werden. Ihr könnt eure Notizen natürlich auch anders machen, aber vielleicht bekommt ihr durch das Video noch die ein oder andere Idee.

Und wichtig: Schreibt euren Namen auf euer Notenblatt, damit ihr es nicht verwechselt und auch wiederfindet, wenn ihr es in der Gemeinde lassen solltet. Nun viel Inspiration bei dem Video.

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